Veröffentlicht am 21.12.2016 von Weihnachtsmärkte im Landkreis

Gemeinschaftliche Freude aufs Fest am 4. Advent in Muschenheim, Cleeberg, Utphe und Lardenbach

Ganz gleich, ob auf der Bühne, bei den Ständen oder in der Organisation: Die Muschenheimer Weihnacht, die sich im vergangenen Jahr erstmals über drei Tage erstreckte, nimmt immer mehr an Fahrt auf. Denn das Angebot an kulinarischen Spezialitäten und Geschenkideen, die sich gut unterm Weihnachtsbaum machen, war vielfältig und verlockend. Auch das unterhaltsame Rahmenprogramm auf der Bühne und die lauschig-romantische Atmosphäre trugen dazu bei, dass die Besucher gerne in dem Licher Ortsteil verweilten, um schöne Stunden auf dem noch jungen Weihnachtsmarkt zu verbringen.

12-weihn-musch-02Von Freitagabend bis Sonntagabend hatten fast 50 Holzbuden und Stände rund um das Restaurant »Zum Heiligen Stein« auf dem Kirchberg und in den angrenzenden Gassen allerlei feil zu bieten – Bestücker waren Manufakturen, Handwerker und Muschenheimer Vereine. Nicht nur die Regionalität der dargebotenen Waren auch die Tatsache, dass die Muschenheimer Vereine und Firmen die Verpflegung stemmen, machte und macht den Charme des Weihnachtsmarktes aus. Mit dabei der Muschenheimer Naturschutzverein, die Landfrauen aus Muschenheim und Bettenhausen, der Faschingsverein Muschem Helau, der Sportverein VfL und der Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr sowie Tanzgruppen und Finnen.

12-weihn-musch-03Das Programm auf der Bühne unter der Moderation von Elvira Geiger, der Muschenheimer Faschingspräsidentin und erfahrenen Moderatorin des Männerballetttanzturniers passte sich dem jeweiligen Tagesmotto an: So startete der Freitag als »Stimmungsvolle Weihnacht« mit den Mädchen der Tanzgruppe Twirls des VfL den Holy Rock Singers, dem Muschenheimer Gospelchor und dem nach Muschenheim befreundeten Sänger Tarik Schwenke. Sozusagen in der Familie blieb auch bei der »Swinging Christmas« am Samstag mit der Band »Mille and More« um Milena Lenz aus dem Westerwald, zu dessen »More« auch der in Muschenheim lebende Saxophonist Stephan Geiger zählt. Nach dem Faniillengottesdienst am Sonntag eröffneten die Schüler der Grundschule Langsdorf, die die Muschenheimer Kinder besuchen, die »Familien- und Dorfweihnacht« danach Pop und, Ballett und Stephan Geiger am Saxophon. Außerdem gab es eine Wunschbaumziehung, die Tombola zugunsten des Gemeindeschwesterprojekts und eine Krippenausstellung.

Eine richtige Erfolgsgeschichte ist auch der Cleeberger Weihnachtsmarkt: 2009 von der Burschen- und Mädchenschaft »Die Stoarätz« am letzten Samstag vor Weihnachten initiiert, ist er inzwischen eine feste Größe im Kulturkalender des Taunusdörfchens und ein echter Publikumsmagnet. Auch beim achten Mal bot das halbe Dutzend weihnachtlich geschmückter Stände, überwiegend von Ortsvereinen am »Roihertroog« beim Feuerwehrgerätehaus eine reiche Auswahl an Selbstgemachtem, seien es kulinarische Genüsse aus regionalen Produkten oder dekoratives Handgefertigtes. Die Besucher genossen die Leckereien und die weihnachtliche Stimmung. Zwei Standpremieren gab es: Erstmalig war die neugegrünqete NabuOrtsgruppe Oberes Kleebachtal dabei. Kräuterfrau Sabine Lassak, genannt die »Kräuterbine«, war mit ihren selbstgemachten Marmeladen und Likören dabei. Sie ist erst kürzlich nach Cleeberg gezogen. Besonders attraktiv gestaltet war wieder der Stand vom »Freundeskreis für Brauchtum und Geschichte Cleeberg«, wo es viele selbstgemachte Liköre und Spirituosen zu probieren gab. Auch der Weihnachtsmann gab sich die Ehre und verteilte Geschenke für die kleinen Marktbesucher. Für weihnachtliche Klänge sorgte der Adventschor des MGV Liederkranz Cleeberg.

Mit der Resonanz bei der Lardenbacher Dorfweihnacht dürfte der Männergesangverein Eintracht Lardenbach/Klein-Eichen trotz eines ansprechenden Programms nicht ganz zufrieden sein. Insbesondere die jüngeren Generationen waren als Gäste dieser langjährigen Traditionsveranstaltung spärlich vertreten. Für das Vorbereiten und die Durchführung eines vorweihnachtlichen Kinderprogramms hatten sich im Vorfeld keine Kinder, sowie auch keine Erwachsenen zum Einüben gefunden. Somit blieb es diesmal den beiden Chören des Männergesangvereins unter der Leitung von Ottmar Rasenpflug vorbehalten, die Gäste auf Weihnachten einzustimmen. Nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden Willi Rummelsherger stimmte der gemischte Chor mit »Herbei, o ihr Gläubigen« an. Weitere Lieder des gemischten Chores waren nach einer gemeinsamen Kaffee- und Kuchentafel »Botschaft der Engel« und »Jubilate«. Der Männerchor trug den Chor »Engel haben Himmelslieder« vor. Eine gekonnte musikalische Einlage auf dem Klavier gab Ottmar Hasenpflug mit dem Weihnachtslied »Christrose« und »Schneeweißchen und Rosenrot«. Der Höhepunkt für die nicht allzu vielen Kinder war jedoch der Besuch des Nikolauses. Er hatte in seinem Gepäck für alle Kleinen ein Geschenk. So freuten sich besonders auch die in der Lardenbacher Flüchtlingsunterkunft untergebrachten syrischen Kinder über die Bescherung.

Ein besonderes Flair übt seit nunmehr 19 Jahren der Utpher Weihnachtsmarkt aus, der auch in diesem Jahr wieder eine große Anzahl an Besuchern in das Hofgut der Famtlie Müller lockte. Vom Cultclub Utphe ins Leben gerufen, galt er seit jeher als der Geheimtipp unter den heimischen Weihnachtsmärkten. Denn Ziel des damals neu gegründeten Vereins war und ist es, das Utphe Vereinsleben über die Grenzen der Vereine hinaus zu fördern. Dies ist dem Verein bestens gelungen. Denn auch in diesem Jahr waren es wieder die Vereine, vornehmlich Speisen und Getränke anboten. Aber auch die Beschicker – in diesem Jahr konnte man rund 40 Stände zählen – präsentierten ein breitgefächertes Sortiment. Für die Kleinen stand ein Karussell zur Verfügung und am Nachmittag sangen die Kindergartenkinder mit ihren Lieder den Nikolaus herbei, der alle Kinder mit Geschenken überraschte. Für die musikalische Unterhalten sorgten als Turmbläser einige Musiker der Ockstädter Blasmusik. (Texte und Fotos: nab/bcf/ld/tr)