Erschienen im Licher Wochenblatt und online am 25.04.2022
Nistkasten für Schleiereulen

Foto: NAB; © Nastasja Akchour-Becker

Nistkasten für Schleiereulen

Lich (nab). Schon bald könnten Schleiereulen in der Muschenheimer Kirche brüten. Denn in dieser Woche wird im Glockenturm ein entsprechender Nistkasten auf Initiative des Muschenheimer Naturschutzvereins aufgestellt.

»Wir hoffen, dass sich dort Schleiereulen ansiedeln«, sagt Vorstandsmitglied Michael Reinemer und dankt der Kirchengemeinde, dass sie das Vorhaben unterstützt.

Ehrenamtlich angefertigt hat den Nistkasten Schreiner Hans-Jürgen Reif. Reinemer, Reif und Naturschutzkönigin Cara Hartmann präsentieren den Nistkasten.

Licher Wochenblatt 27.04.2022

Erschienen in der Gießener Allgemeine und online am 30.11.2021 Der Schutz der Schwalben ist wichtig im alten Dorfkern

Der Schutz der Schwalben ist wichtig im alten Dorfkern

Der Naturschutzverein Muschenheim bedankt sich bei Karin Diehl, Petra Dechert und Beate Jung für das besondere Engagement für die Erhaltung der besonderen Art und würdigt die Leistungen mit Plakette und Urkunde „Schwalbenfreundliches Haus“

Siehe auch Pressemitteilung in der Gießener Allgemeine

Erschienen in der Gießener Allgemeine und online am 12.10.21:
Botschafterin für intakte Umwelt | Lich

Die neue Muschenheimer Naturschutzkönigin Cara Hartmann (M.) mit ihren Vorgängerinnen Nora Weitzel (l.) und Eva-Maria Lang (r.) sowie der Gambacher Erdbeerkönigin Lisa und der Homburger Apfelkönigin Kerstin.© Nastasja Akchour-Becker

Botschafterin für intakte Umwelt | Lich

Lich (nab). Muschenheim hat eine neue Naturschutzkönigin. Denn mit einer feierlichen Inthronisierung in der Klosterruine von Arnsburg hat Cara Hartmann am Sonntag ihr Amt angetreten. In den kommenden beiden Jahren wird die 20-jährige Studentin aus Muschenheim nicht nur den Licher Ortsteil repräsentieren, sondern sich auch für die Belange des Naturschutzes einsetzen.

»Naturschutz ist keine unbedeutende Aufgabe«, sagte sie in ihrer Einführungsrede. Bei kommenden Veranstaltungen wolle sie aktiv dafür werben. »Besonders die vergangenen Monate haben gezeigt, wie viel Glück wir hatten, nah an der Natur zu sein«, führte sie mit Blick auf die Dauer des Lockdowns aus.

Der Pandemie war es auch geschuldet, dass die Inthronisierung mit 486 Tagen Verspätung stattfand. Denn traditionell wird die neue Naturschutzkönigin am Sommerfest des Muschenheimer Naturschutzvereins eingeführt.

Bedeutung des Themas betont

So kam es auch, dass Vorgängerin Nora Weitzel mehr als drei Jahre lang Königin war. Und natürlich wurde auch sie vom Vorstand des Vereins mit einem großen Dank verabschiedet. Während der Musikzug Muschenheim die Inthronisierung musikalisch begleitete, ließen es sich auch andere Majestäten nicht nehmen, die Feier mit ihrer Anwesenheit zu beehren.

Mit dabei waren die Homberger Apfelkönigin Kerstin, die Gambacher Erdbeerkönigin Lisa und die allererste Muschenheimer Naturschutzkönigin, Eva-Maria Lang, die ihrerzeit auch die allererste Naturschutzkönigin in Deutschland war.

Dass Naturschutz kein Randthema ist, betonte auch Bürgermeister Dr. Julien Neubert in seiner Ansprache. »Mit ihm steht und fällt viel«, machte der Rathauschef deutlich.

Und Ortsvorsteher Josef Benner fügte hinzu, dass es viele verschiedene Königinnen gibt, aber sie alle nichts ohne eine intakte Natur wären. »Cara I. wird mit ihren Talenten und ihrem Charme eine sehr gute Botschafterin für den Naturschutz und die Region sein«, ist sich Benner sicher.

https://www.giessener-allgemeine.de/kreis-giessen/lich-ort848773/botschafterin-fuer-intakte-umwelt-91048614.html

Erschienen im Licher Wochenblatt und online am 29.04.21 Mitglieder des Muschenheimer Naturschutzvereins haben das Schwalbenhotel frisch renoviert

Frühjahrsputz beim Muschenheimer Naturschutzverein

Lich (nab). Vor Kurzem sind die Schwalben aus ihren Winterquartieren südlich der Sahara zurückgekommen. Damit sie dann auch schöne Nistplätze vorfinden, haben Mitglieder des Muschenheimer Naturschutzvereins das örtliche Schwalbenhotel frisch renoviert. Durch die gründliche Säuberung und den neuen Anstrich bietet es nun wieder Platz für viele Brutpaare.

Die Muschenheimer Naturschützer sind guter Dinge, dass das Hotel auch in diesem Sommer rege besucht wird. „Schwalben kehren an ihre alten Niststandorte zurück“, erläutert Karl-Georg Opper, der Erste Vorsitzende des Vereins. „Seitdem das Hotel in der Nähe des Spielplatzes steht, wird es gut angenommen. Als es noch an der Wetterbrücke stand, war es den Schwalben womöglich zu kühl und feucht.“ Den Naturschützern ist es wichtig, den Schwalben mit dem Hotel ein zusätzliches Angebot zu machen, denn die natürlichen Nistmöglichkeiten gehen immer weiter zurück. Es lohnt sich, die Tiere zu unterstützen: Auf ihrer Speisekarte stehen für uns Menschen lästige Zeitgenossen wie Mücken, Fliegen und Blattläuse.

Foto: Mitglieder des Muschenheimer Naturschutzvereins haben das Schwalbenhotel frisch renoviert.

Erschienen im Licher Wochenblatt und online am 26.11.20:
Über 7000 Euro für die Kinder- und Jugendarbeit in Lich

Vor dem Vereinsheim an der Wetterbrücke freuen sich Naturschutzkönigin Nora Weitzel (hinten stehend) und Erster Vorsitzender Karl-Georg Opper (2.v.r.) sowie Vertreter des Vorstands und der Kinder- und Jugendabteilung über die Spende von der Sommerlotterie. (Bild: nab)

Über 7000 Euro für die Kinder- und Jugendarbeit in Lich

Lich (nab). Die erste Licher (Spät-)Sommerlotterie war ein voller Erfolg. Alle 1500 Lose wurden inzwischen verkauft und darüberhinaus beteiligten sich viele Unternehmen zusätzlich als Sponsoren. Über 7000 Euro konnten auf diese Weise für die Kinderund Jugendarbeit in Lich gesammelt werden. Nun können sich die begünstigten Vereine und Initiativen aus der Kernstadt und den Ortsteilen über die Gelder freuen. In den kommenden Woche stellen wir diese vor. Den Anfang machen heute der Freundes- und Förderkreis der Grundschule Langsdorf sowie der Naturschutzverein Muschenheim.

Freundes- und Förderkreis der Grundschule Langsdorf
»Wir freuen uns sehr über die finanzielle Unterstützung«, sagt Alexandra Höfeld vom Freundesund Förderverein der Grundschule Langsdorf (FGL). Gerade auch, weil in diesem Jahr die Einnahmen, die der Förderverein über seine Veranstaltungen generiert, weggebrochen sind. »Unsere letzte Veranstaltung war der Kinderfasching«, erläutert Höfeld. »Dann kam das Coronavirus.« Das bedeutet, dass beispielsweise die vorsortierten Kinderflohmärkte »Rund ums Kind« im Frühjahr und im Herbst in der Langsdorfer Volkshalle gar nicht stattfinden konnten. Die Spende aus der Sommerlotterie ist da ein willkommener Zuschuss. »Wir werden in naher Zukunft mit der Schulleitung abstimmen, wo ein Förderbedarf besteht«, sagt Höfeld. Denn die Aufgaben des FGL sind vielfältig. Es geht hauptsächlich darum, den Kindern positive Erfahrungen während der Grundschulzeit zu geben und ihre Potenziale zu fördern«, führt Höfeld aus.

Der Freundes- und Förderkreis der Grundschule Langsdorf unterstützt bislang die Familien der Grundschulkinder durch ein umfangreiches Betreuungsangebot. Für die Schülerbetreuung steht ein Betreuungshaus zur Verfügung, welches zuletzt während der Corona-bedingten Schulschließung vom Betreuungsteam in Eigenregie neu gestaltet wurde. Schon morgens ab 7.50 Uhr beginnt die Betreuung, wenn beispielsweise Unterrichtsstunden ausfallen. Nach Schulschluss bietet der FGL eine Nachmittagsbetreuung mit Mittagessen an. Außerdem organisiert der Verein AGs für die Grundschulkinder und bietet Betreuung in einem Teil der Ferien an. Desweiteren unterhält der FGL eine Bücherei, die von den Grundschulkindern genutzt werden kann, um deren Lesefähigkeit und Lesefreude zu fördern.

Auch bei der Gestaltung und der Förderung der Schule beteiligt sich der Verein, beispielsweise wenn es darum geht, die in die Jahre gekommenen Hochbeete zu erneuern oder Kopfhörer anzuschaffen, die von den Kindern für ein ungestörtes Arbeiten genutzt werden können.

Naturschutzverein Muschenheim
Auch der Vorstand des Muschenheimer Naturschutzvereins freut sich sehr, zu den begünstigten der ersten Licher (Spät-)Sommerlotterie zu gehören. Die Kinderund Jugendarbeit ist in den vergangenen sechs Jahren neben des Vogel- und Landschaftsschutzes und der Pflege des Kulturhistorischen Wanderweges zum Steckenpferd des Naturschutzvereins geworden. »Mit zahlreichen Aktionen rund um den Ort möchten wir den Kindern und Jugendlichen das Thema Naturschutz und Artenschutz näherbringen«, erläutert Karl-Georg Opper, der Erste Vorsitzende des Vereins. »Wichtig war es uns dabei auch, Kinder aus Flüchtlingsfamilien einzubinden, damit sich diese schnell im Ort wohlfühlen und Anschluss finden.«

Das Betreuerteam um Johanna und Kerstin Roth, Lucie und Olli Richter und Oskar Schaaf bereitet beispielsweise sechs- bis siebenmal im Jahr besondere Aktionen für die Kinder und Jugendliche vor. Ausgehend von der Vereinshalle an der Wetterbrücke geht es dann in die Natur, wo die Mädchen und Jungen alles rund um Fledermäuse oder Biber erfahren oder entlang des Welsbachs wässrige Überraschungen mit Frosch, Lurch und Co. erleben. Selbst aktiv werden sie beim Bau von Nistkästen und Insektenhotels oder beim Gestalten eines Unterschlupfs für Amphibien. Zurück an der Vereinshalle gibt es dann auch eine Stärkung für die kleinen Naturforscher. Dem Alter der Kinder entsprechend, gibt es drei Gruppen, für Kinder bis sechs Jahren, für Grundschulkinder und für alle älteren. »Der Spaßfaktor und der Erlebniswert stehen bei unseren Treffen im Vordergrund«, sagt Vorsitzender Opper mit Blick auf die Aktionen. »Kinder erfahren bei uns im Team, was es in unserer Natur alles zu entdecken gibt. Und sie erfahren, wie wir der Natur helfen können, Raum für Mensch, Tier und Pflanzen gleichermaßen einzurichten und wertzuschätzen.«

Und weil dem Verein die Kinderund Jugendarbeit wichtig ist, hat sich der Vorstand dazu entschieden, Kinder und Jugendliche bis 14 Jahren kostenlos als Mitglieder im Verein aufzunehmen. »Und auch der Familienpreis von 20,- Euro pro Jahr soll für Familien ein Willkommensgruß sein«, macht Opper deutlich. »Denn Kinder und Familien stehen für unsere Zukunft und für einen würdigen Umgang mit der Natur«, betont der Vorsitzende. Auch wenn die Treffen gerade aufgrund der Verordnungen zur Bekämpfung des Coronavirus nicht stattfinden können, so freuen sich alle schon jetzt darauf, wenn es wieder losgehen kann. Dann soll auch die Feier zum 40-jährigen Bestehen des Naturschutzvereins nachgeholt werden und eine neue Naturschutzkönigin vorgestellt werden. Denn auch das macht den Verein einzigartig. Er war der erste Verein, der deutschlandweit die erste Naturschutzkönigin inthronisiert hat, um für die Anliegen der Natur zu werben.

Erschienen in der Gießener Allgemeine und online am 01.09.20: Ein gelbes Band am Baumstamm heißt: Pflück mich!

Ein gelbes Band am Baumstamm heißt: Pflück mich!

So schön der Herbst auch sein kann, so traurig sind manche Bilder, die sich auf unseren Streuobstwiesen vereinzelt auftun. Während einerseits im Supermarkt Äpfel aus Neuseeland oder Chile auf den Kauf warten, verfaulen immer wieder nicht unerhebliche Mengen an Äpfeln vor unserer Haustür. „Hier müssen wir etwas machen“, zeigt sich Bürgermeister Dr. Julien Neubert überzeugt und initiierte deshalb eine Aktion, die in anderen Bundesländern bereits erfolgreich umgesetzt wird: gelbe Bänder an Obstbäumen signalisieren, dass hier Äpfel von jedermann geerntet werden können. Gemeinsam mit dem Naturschutzverein Muschenheim wird die Aktion nun erstmals in diesem Jahr in Lich durchgeführt. 

„Mit diesem Projekt möchten wir uns für einen nachhaltigen Umgang mit Lebensmitteln und eine sinnvolle Verwertung von Obst, das sonst an oder unter Bäumen verfaulen würde einsetzen“, so Karl-Georg Opper für den Naturschutzverein.

Keine neue, aber dafür ausgezeichnete Idee. Der Landkreis Esslingen in Baden-Württemberg hat hierfür vor kurzem vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft den Bundespreis „Zu gut für die Tonne“ erhalten.

Die Ausführung des Projektes ist einfach:
Obstbäume auf Streuobstwiesen, Flurbereinigungsflächen oder an Straßen, deren Eigentümer Äpfel, Birnen oder Zwetschgen nicht selbst ernten und verwerten können, werden mit einem um den Stamm gebundenen gelben Band markiert. Das signalisiert: Hier darf geerntet werden. Die Ernte erfolgt auf eigene Verantwortung und ist nur für die private, nicht aber für die kommerzielle Verwertung gedacht. Die benötigten gelben Markierungsbänder aus reißfestem Papier, welche nach 1-2 Jahren verwittern, werden von der Stadt zur Verfügung gestellt.

Wer also selbst Bäume zum Abernten zur Verfügung stellen möchte, kann sich die gelben Bänder zu den jeweiligen Öffnungszeiten im Bürgerbüro der Stadt Lich, Kirchenplatz 12, 35423 Lich oder beim Naturschutzverein in Muschenheim abholen.
Die Kosten für die Aktion: unerhebLICH.

Der Aufwand der Aktion: erfreuLICH gering Der Nutzen der Aktion: in Zeiten, in denen viel über Nachhaltigkeit, Regionalität und Lebensmittelqualität diskutiert wird: unbeschreibLICH.

Alles nochmal zusammengefasst im Flyer-GelbesBand

Siehe auch Pressemitteilung in der Gießener Allgemeine