Veröffentlicht am 21.11.2014 von In Muschenheim fühlen sich Fledermäuse wohl

Lich (nab). Horst Reinemer aus Muschenheim wohnt in einem fledermausfreundlichem Haus. Dafür hat er nun vom NABU Hessen und der Stiftung Hessischer Naturschutz eine entsprechende Urkunde und für das Haus eine Plakette bekommen. Am Samstag überbrachte Sabine Tinz im Beisein von Vertretern des Muschenheimer Naturschutzvereins die Ehrung, die Gebäude auszeichnet, in denen vorhandene Feldermausquartiere erhalten oder neue geschaffen werden. Am 6. Juli hatte die Feldermausexpertin und Vorsitzende der Münzenberger Naturschutzgruppe zusammen mit Reinemer mehr als 65 Tiere beim nächtlichen Jagdausflug aus ihrem Spaltenquartier im Klosterweg gezählt. In der Nische am Haus hatten die Tiere eine Wochenstube. Rund 850 Häuser sind in ganz Hessen bisher als fledermausfreundlich ausgezeichnet worden, berichtete Tinz, die sich seit 20 Jahren im Fledermausschutz engagiert und berechtigt ist, die Quartiere zu überprüfen. Muschenheim sei ein »Eldorado« für die kleinen Säugetiere, dank seiner strukturreichen Lebensräume (Gärten, Offenland, Wald, Streuobstwiesen etc.) mit ihren vielfältigen Nahrungsquellen. Die beiden Arten Zwergfledermäuse und Wasserfledermäuse sind in Muschenheim vertreten, so Tinz. Das Foto zeigt Horst Reinemer (Dritter von links), der von Sabine Tinz (Vierte von links) die Plakette und Urkunde »Fledermausfreundliches Haus« überreicht bekommt. Das freut auch die Muschenheimer Naturschützer Oskar Schaaf (Vogelschutzbeauftragter), Karl-Georg Opper (zweiter Vorsitzender), Michael Leschhorn (Erster Vorsitzender) und Dieter Hartmann-Harbusch (Schatzmeister) (v. l.). (Foto: nab)