Veröffentlicht am 07.06.2017 von
Von Reformation bis Multi-Kulti: Bunte Vielfalt beim Historischen Markt in Lich

Foto v. l. : Gattin des Bürgermeisters, Elen I., Bürgermeister Bernd Klein. Foto: Michael Nudelmann.

Lich | International und vielfältig zeigte sich die Stadt Lich beim Historischen Markt am vergangenen Wochenende. Im Mittelpunkt des Kram- und Kunsthandwerkermarkts rund um das Rathaus und den Hessentagsbrunnen standen zahlreiche Aussteller mit ihren einfallsreichen Waren und kreativen Ideen. Neben den gewerblichen Schaustellern begrüßte der Bürgermeister Bernd Klein die Gäste aus den Partnerstädten Dieulefit (Frankreich), Tata (Marokko), Budakeszi (Ungarn) und Vänersborg (Schweden). Die internationalen Besucher präsentierten ihre kulturellen Güter, Gebräuche und schmackhaften Delikatessen an dekorativen Ständen am Stadtbrunnen.

Bei strahlendem Sonnenschein strömten vor allem am verkaufsoffenen Sonntag hunderte Besucher in die Licher Altstadt. Beim traditionellen Fassbieranstich überließ der Bürgermeister den ausländischen Gästen den ersten Schlag. Der Geschäftsführer der Licher Brauerei, Dr. Ulrich Peters, schenkte allen Zuschauern Freibier aus. An der großen Bühne am Hessentagsbrunnen fanden sich zahlreiche Zuhörer ein, die die musikalichen Beitäge und den kühlen Gerstensaft genossen.

Naturschutz war ein zentrales Thema beim 33. Historischen Markt in Lich. Zahlreiche Vereine warben für den Erhalt und die Förderung von Naturschauplätzen in der Umgebung. Der Freundeskreis Internationaler Garten Lich suchte weitere Unterstützer für das Gartenprojekt, bei dem Menschen aus unterschiedlichen Herkunftsländern gemeinsam Pflanzen anbauen. Für einen respektvollen Umgang mit der Natur warb Elen Schneider, die diesjährige Naturschutzkönigin des Naturschutzvereins Muschenheim.

Eine Reise in die Vergangenheit unternahmen die Festbesucher im mittelalterlichen Dorf an der Stadtkirche. Ritter, Knechte, Mägde, Handwerker und Händler zeigten und erklärten Interessierten ihre Ausrüstung, Werkzeuge und Waren. Bei einem Schauspiel wurde die Geschichte der Reformation aus der Licher Sicht erzählt. Als Höhepunkt konnten neugierige Geschichtsfans den Stadtturm besteigen und seinen Geheimnissen auf die Spur kommen.