Veröffentlicht am 27.09.2016 von
Mauern und Schilder in neuem Glanz

Dieter Hartmann-Harbusch zeigt die Rundung, die die restaurierte Wohnturm-Mauer vor Witterungseinflüssen schützen soll. (Foto: atb)

RESTAURIERUNG Naturschutzverein ist in Muschenheim aktiv

MUSCHENHEIM (atb). Die restaurierten Überreste des Wohnturms der Wüstung Arnsburg auf dem Hainfeld erstrahlen in neuem Glanz. Der  Naturschutzverein Muschenheim sorgtedafür. Treibende Kraft war sein Mitglied Dieter Hartmann-Harbusch: „Es tat mir leid um die alten Mauern. Hätte man nichts gemacht, wären sie in vier oder fünf Jahren verwahrlost gewesen“. Die Wüstung liegt am Rand des Kulturhistorischen Pfads, den der Naturschutzverein pflegt. Rund um die Wüstung werden beispielsweise von Vereinsmitgliedern regelmäßig die Wiesen gemäht. „Die Wüstung ist ein schönes Ausflugsziel. Wenn man gerade im Kloster Arnsburg seinen Kaffee getrunken hat, kommt man nochmal hierher“, weiß Hartmann-Harbusch. Die Mauern des Turms waren im Laufe der Jahre durch die Witterung zerfallen. Burkhard Becker, Rolf Schwart und Hartmann-Harbusch, allesamt Mitglieder
des Naturschutzvereins, stemmten die verwitterte Oberschicht, Mörtelreste und alles Unbrauchbare in 50 ehrenamtlichen Stunden ab. Die Gießener Baufirma Freitag baute mit Steinen und Beton die Mauer neu auf.

Wichtiger Unterschied zur alten: „Wir haben eine Wölbung geformt, damit Feuchtigkeit abfließen kann und das Gemäuer schneller trocknet“, erklärt
Dieter Hartmann-Harbusch. Schon im letzten Jahr war mit ersten Arbeiten mit Kosten in Höhen von 5.000 Euro und einem kleinen Bauabschnitt begonnen worden. In diesem Jahr wurde der größere Abschnitt mit Kosten von etwa 10.000 Euro fertiggestellt. 5.000 Euro gab die Stadt Lich dazu, 1.000 Euro spendete die Volksbank Mittelhessen. Den Rest gibt der Freundeskreis Kloster Arnsburg. Weiterhin werden Spender gesucht, Hartmann-
Harbusch. Unter dem Stichwort „Burgwüstung Hainfeld“ kann unter folgender Bankverbindung gespendet werden: IBAN DE32 5135 0025 0268 0150 15, Sparkasse Gießen. Auch auf dem Kulturhistorischen Pfad selbst war der Naturschutzverein aktiv. Dieter Hartmann-Harbusch hatte jedes Jahr die Schrift auf den vermoosten und unleserlich geworden Schildern mit Pinsel und Farbe nachgezogen. Künftig ersetzen 46 Dibond-Aluminium-Verbundschilder die alten aus Holz. „Die wische ich einmal im Jahr ab, fertig“, freut sich Hartmann-Harbusch. 500 Euro für Materialkosten stellte die Stadt Lich zur Verfügung. Innerhalb der nächsten vier Wochen findet der Austausch statt.