Veröffentlicht am 09.09.2015 von Gummibärchen orten

LEHRREICH Ultraschallwellen mit Detektor in Muschenheim hörbar gemacht

MUSCHENHEIM (he). Schrecken der Nacht, teuflische Wesen oder gar Blutsauger – so werden die kleinen fliegenden Zeitgenossen mit spitzen Zähnen oft genannt. Dass Fledermäuse jedoch richtig nützliche Tiere sind, davon konnten sich die Teilnehmer der Fledermausexkursion des Naturschutzvereins überzeugen. Unter fachkundiger Führung der Vorsitzenden der Naturschutzgruppe Münzenberg, Sabine Tinz, gab es interessante Erläuterungen für Groß und Klein. Sie hatte auch ein Quiz „Spiele aus dem Leben der Fledermäuse“ in ihre Führung eingebunden und machte mit einem Fledermausdetektor die Ultraschallwellen der nächtlichen Tiere hörbar.

Jagd auf Gummibärchen
Mit lustigen Spielen testeten nach den Erläuterungen der Expertin vor allem die jungen Teilnehmer mit verbundenen Augen, wie Ortung per Ultraschall funktioniert. Mit Mund und Händen versuchten sie wie eine Fledermaus, kleine Happen in Form von Gummibärchen zu fangen. Die Nützlichkeit der schutzwürdigen Tiere, erläuterte die Expertin bei der Wanderung durch Muschenheim. Fledermäuse sind nahezu weltweit verbreitet, allein in Mitteleuropa gibt es 30 Arten, wovon das Große Mausohr die größte in Deutschland vorkommende Art ist. Die meisten Fledermäuse ernähren sich von Insekten, die sie teilweise im Flug erbeuten, erfuhren die Teilnehmer. In einer Nacht fängt eine Fledermaus 4000 bis 5000 Mücken, teilte Sabine Tinz mit. Dabei frisst sie bis zu einem Drittel ihres Körpergewichts.

Foto: Die Experten der Naturschutzgruppe brachten den Kindern die spannende Welt der Fledermäuse näher. (Foto: H. Jung)