Veröffentlicht am 28.01.2015 von Erfolgsgeschichte fortgesetzt

Jahreshauptversammlung des Naturschutzvereins Muschenheim

Lich (nab). Bestens läuft es zurzeit für den Naturschutzverein Muschenheim: Er hat die einzige Naturschutzkönigin in Deutschland, verzeichnet einen anhaltenden Mitgliederzuwachs (derzeit 189), seine Treffen der Kinder- und Jugendgruppe sind sehr gut besucht und neues Glanzstück ist ein moderner Internetauftritt. Diese Bilanz zog der Vorstand am Freitag in der Jahreshauptversammlung im Kommunikationszentrum. »Die Erfolgsgeschichte des Naturschutzvereins hat sich 2014 nicht nur fortgesetzt, sondern sie hat sich auch nochmals gesteigert«, begann Erster Vorsitzender Michael Leschhorn seinen Jahresbericht. Seit vergangenem Jahr hat der Verein nun eine Vereinshalle nahe der Wetterbrücke, in der nicht nur der umfangreiche Gerätepark, der bisher verstreut bei Privatpersonen untergebracht war, gelagert werden kann, sondern in der beispielsweise auch die Kinder- und Jugendgruppe eine Rückzugsmöglichkeit bei schlechtem Wetter hat. Eine Vielzahl ehrenamtlicher Stunden investierten die Mitglieder beim Ausbau. Auf der Wiese vor der Vereinshalle fand dann auch das Sommerfest statt, bei dem Eva-Maria Weil zur Muschenheimer Naturschutzkönigin ernannt wurde. »Für eine bessere Kommunikations- und Außendarstellung wurde 2014 auch die Homepage www.natur-muschenheim.de entwickelt«, erläuterte Vorsitzender Leschhorn. Zu den Veranstaltungen des Vereins zählte unter anderem eine Kräuterwanderung mit Gabriela Heller-Skottke aus Lich, eine Vogelstimmenwanderung mit Dr. Tim Mattern, eine Fledermausexkursion mit Sabine Tintz und eine Berlinfahrt mit Besuch des Reichstages und des Kanzleramtes sowie die Weihnachtswoche mit Glühweinstand am alten Rathausplatz.

Aber auch im aktiven Naturschutz waren die Muschenheimer nicht untätig: Um jüngere Menschen für den Naturschutz zu begeistern, gründeten sie eine Kinder- und Jugendgruppe. Von deren Treffen berichtete zweiter Vorsitzender Karl-Georg Opper. Eine weitere Großaktion war der obligatorische Heckenschnitt im Frühjahr. Schwerpunkte dabei war die Streuobstwiese in der Lahmeskaute, der Kulturhistorische Weg, das Biotop »Eisteich« und das Biotop An der Wetter«, erläuterte Leschhorn. »Den Storchenhorst an der Wetter hat unser Verein ehrenamtlich und auf eigene Kosten hergestellt und montiert. Den Storchenhorst am Vorderwald haben wir gemeinsam mit dem Nabu und der Ovag realisiert.« Leschhorn nannte auch die umfangreichen Pflegemaßnahmen an rund 300 Nistkästen. Die Organisation oblag dem Vorstandmitglied und Vogelschutzbeauftragten Oskar Schaaf. Pflegemaßnahmen an den Steinkauzröhren, Mauerseglerkästen, Vogelbeobachtungen, Vogelzählungen und vieles mehr gehörte ebenfalls zu den Aufgaben der Naturschützer.

»In diesem Verein wird Besonderes geleistet«, sagte Stadtrat Franz Gerd Richarz in seinem Grußwort. Die zahlreichen Veranstaltungen werten die Region und den Stadtteil auf, zudem trage auch das ehrenamtliche Engagement der Naturschützer dazu bei, dass die Stadt finanziell entlastet wird, führte Richarz auch mit Blick auf die Pflege des Kulturhistorischen Weges, die der Naturschutzverein übernommen hat, aus. Im Jahr des 35-jährigen Bestehens des Vereins wurden auch einige Gründungsmitglieder geehrt: Heinz Becker, Patricia und Roland Eckhardt, Rosemarie und Oskar Schaaf, Giesela Schwarz und Ulrich Burandt. Seit 25 Jahren gehört Dieter Bylizki dem Verein an. Bei den Vorstandswahlen bestätigten die Mitglieder Michael Leschhorn als Ersten Vorsitzenden, Dieter Hartmann-Harbusch als Rechner, Michael Reinemer als zweiten Beisitzer und Oskar Schaaf als vierten Beisitzer. Das Amt des Schriftführers übernimmt Hans-Jürgen Reif für Burkhard Becker, der das Amt niedergelegt hatte.

Foto: Vorsitzender Michael Leschhorn (4.v.r) und Stadtrat Franz Gerd Richarz (l.) ehren die langjährigen Mitglieder des Naturschutzvereins: Dieter Bylizki, Ulrich Burandt, Heinz Becker, Giesela Schwarz, Rosemarie Schaaf, Roland Eckhardt und Oskar Schaaf. (Foto: nab)